„Was haben der Bau der Pyramiden von Gizeh, des Kölner Doms sowie des Petersdoms in Rom mit den Steuerversenkungsprojekten Flughafen Berlin Brandenburg oder der Elbphilharmonie gemeinsam ? Ausufernde Projektkosten und Fehlplanung !“ 

(Quelle: Baumanagement wie zu Zeiten der Pharaonen)

Allerdings betrug die Bauzeit des Kölner Doms noch über 600 Jahre. Immerhin da hat sich seither Einiges verändert. Die Komplexität solcher Vorhaben ist dadurch allerdings nicht gesunken.

Baudetail bietet ein zeitgemäßes Werkzeug für das Management dieser Komplexität. Ein interessantes Beispiel dafür, wie moderne Technologien uns wieder zu mehr Einfachheit in einer chaotischen Welt verhelfen können.

Letzte Woche bin ich über diese Kolumne auf capital.de gestolpert. Die Autorin spricht mir aus der Seele:

BENCHMARKING FÜHRT NIEMALS AN DIE SPITZE

Der Ansatz scheint durchaus vernünftig: Es geht darum, von den Besten zu lernen. Wer sich aber ständig mit anderen vergleicht, wird vor allem eines: gleicher. Branchenführer sind ja gerade die Unternehmen, die neue Produkte entwickelt haben oder die Dinge anders – eben besser – machen, als die Anderen. Und das Neue finden sie eben nicht durch Vergleiche.

KopieAußerdem gibt es meist nicht nur die eine richtige Lösung, die nur kopiert werden muss. Es gibt es immer verschiedene Möglichkeiten, die alle funktionieren können. Wichtig ist, dass die Lösung passt: Zur Organisation, zur Kultur, zu den Mitarbeitern und den Zielen des Unternehmens.

Kopieren ist das Gegenteil von Innovation. Benchmarking hilft deshalb vor allem den Hundsmiserablen dabei wenigstens mittelmäßig zu werden.

Picasso hat nie bei Matisse abgemalt.“ Und niemand hat sich jemals an die Spitze kopiert.

 

Paralysis by analysis

23. Januar 2015

The cost of starting a business has radically decreased in the last decade. In many ways that’s good news for innovation. But it has also created the impression that the only way to learn is by trial and error, by action.

But, often forgotten, doing without thinking should also be avoided. Or as Scott Antony puts it in a new article on Harvard Business Review:

When It Comes to (Digital) Innovation, Less Action, More Thought

Before you fling your minimal viable product out into the world to see what happens, make sure you have done the following (at the very least):

  • Identify offerings comparable to yours that have struggled commercially … and find out why.
  • Consider why large companies haven’t gone into the space you’re contemplating.
  • Talk to someone who knows more than you do about the key part of your business, and find out if there are hidden risks?
  • Document a single transaction: Who is your first customer? How will he hear about your idea? How will she obtain it? How will you support him if he’s not happy?
  • Find out how companies competing in markets related to yours are doing financially. Are you underestimating what it will take to get to market?
  • Create a hypothesis for how you will make money, and describe it to a savvy friend. Ask that friend to poke holes in it.

Jeder hat seinen Preis

9. Dezember 2014

Erst vor kurzem war es in der Zeit zu lesen: „Einer der größten kapitalistischen Träume ist gerade dabei, in Erfüllung zu gehen.“ Gemeint ist die Vollendung der Preisdiskriminierung, mit der jedem einzelnen Kunden der Höchstpreis berechnet werden kann, also alles, was er für die Leistung zu zahlen bereit ist.

Zumeist gibt es keinen objektiv richtigen Preis einer Ware. Es gibt nur persönliche Werteinschätzungen. Das diese Einschätzung, die Preisbereitschaft, stark schwanken kann, weiß jeder, der bei sonderangebotePlatzregen einen Regenschirm von einem fliegenden Händler kaufen möchte. Es gibt vielfach keinen „Marktpreis“.

Unternehmen in den USA, der Schweiz und in Frankreich haben bereits vorgelegt, in Deutschland gehört das Berliner Start-Up So1 (Segment of One) zu den Pionieren in Sachen „Pricing Intelligence“.

Sind nun Sonderangebote, wie wir Sie heute kennen, in Gefahr? Für Händler und Hersteller sind individuelle Rabatte vorteilhaft. Schließlich werden heute noch regelmäßig Sonderangebote an Kunden „verschleudert“, die die Ware auch zum Normalpreis kaufen würden. Oder der Rabatt ist viel höher als nötig.

Aber welchen Vorteil hat der Kunde? Einheitspreise schaffen Gewinner und Verlierer. Was dem einen fast schon zu teuer ist, wäre dem anderen eigentlich mehr wert. So subventionieren wir uns gegenseitig, vom Schokoriegel bis zur Taxifahrt. Und nun? Es wird weiter Gewinner und Verlierer geben. Aber auch die Verlierer werden zufriedener sein … q. e. d.

 

Smart Home vor dem Boom

21. November 2014

alphaEOS_Wohnzimmer„Der Smart-Home-Markt ist keine Nische mehr“, konstatiert Stephan Schneider, Vorsitzender des BITKOM-Arbeitskreises Connected Home. Ein Treiber beim Smart Home-Trend ist das Ziel, die Wohn- und Lebensqualität sowie die Sicherheit und Energieeffizienz im eigenen Zuhause zu erhöhen.

 

Bild: alphaEOS AG

Das geht aus einer neuen Studie hervor, die die Fokusgruppe Connected Home des IT-Gipfelsvon bei der Unternehmensberatung Deloitte in Auftrag gegeben hatte.

Die Studie nennt auch einige Handlungsoptionen für Unternehmen der Smart Home-Branche:

Betonung des Mehrwerts

Hervorheben konkreter Anwendungsfälle statt Verweis auf technische Details; stärkere Konzentration auf Benutzerfreundlichkeit

Klare Positionierung

Schaffung einer eindeutigen Positionierung hinsichtlich des eigenen Produkt- / Serviceangebots und der adressierten Kundensegmente

Innovative Preisgestaltung

Umsetzung neuer und transparenter Preismodelle zur Reduzierung vorhandener Einstiegsbarrieren

Smarte Kooperationsstrategien

Gezielte Kombination eigener Kompetenzen mit denen geeigneter Partner zur Schaffung eines überzeugenden Angebotes

Mehr Transparenz für Kunden

Mehr Transparenz über die Qualifikation spezialisierter Anbieter mit Smart Home- Expertise damit Smart Home-Kunden den richtigen Ansprechpartner finden

Es bleibt spannend, das dynamische Marktumfeld zu beobachten – und aktiv zu gestalten. Gerade den innovativen Start-Ups dürfte es aber schwer fallen, an allen Fronten (Weiterentwicklung des Produktangebotes und des Geschäftsmodells, Aufbau funktionierender Vertriebsstrukturen, Finanzierung dieser Aktivitäten usw.) gleichzeitig zu kämpfen. Diese Herausforderungen können m.E. nur durch das Einholen externer Expertise und das Eingehen sinnvoller Partnerschaften gelöst werden

%d Bloggern gefällt das: