WO BLEIBT DAS DEUTSCHE TESLA?

25. November 2016

poor-but-sexyArm aber sexy, so ist Berlin. Und so oder ähnlich stehen in Deutschland (wohlgemerkt nicht nur in Berlin) auch viele Start-Ups da: erfolglos und daher arm – aber sexy.

Woran mag es liegen, dass es kaum eine deutsche Neugründung der vergangenen Jahre in die Liga der Unicorns geschafft hat, also der Start-ups, die noch vor dem Börsengang mit über einer Milliarde Dollar bewertet werden?

„Statt immer nur auf das Silicon Valley zu starren, sollten wir die Technologie-Täler Europas mehr beachten.“

Das schreibt Martin Kaelble diese Woche in Capital. Sehr wahr! Auch ich erlebe das immer wieder: potenzielle Investoren, Journalisten, eigentlich alle haben eine „Obsession“ für digitale Geschäftsmodelle. Nur die gelten als „sexy“. Statt auf das Silicon Valley zu starren, sollten wir uns auf unsere Stärken in Deutschland (und Europa) besinnen. Wir sollten diese Stärken weiter ausbauen.

Durchschnittliche Leistungen reichen meist nicht, um sich im harten Wettbewerb durch zu setzen. Die Aussage „wir können das, was alle anderen auch können“ überzeugt niemanden. Dann doch eher „wir stehen seit jeher für …“. Es ist unerlässlich, die eigenen Stärken hervor zu heben und gezielt weiter zu entwickeln, um nicht austauschbar zu werden.

size mattersConcentration has been a trend in many industries for a long time. M & A activities, in order to enhance economies of scale (and to eliminate competition), keeps these industries in motion. In the automotive business for instance, the number of independent manufacturers declined from more than 60 in the 1960s to only 12 in the early 2000s. And most specialists, despite some new players such as chinese producers or disruptors such as TESLA, expect this consolidation process to continue.

Big is beautiful, and now this: Subaru, sales figures somewhere between number 15 and 20 in the world, is the most profitable car manufacturer – for the second year in a row! According to the Center of Automotive Management, Subaru’s margin jumped another 3 percentage points in 2015. Sure, Subaru does have a strong link to Toyota, but then, what about the cooperation between Daimler and Nissan or Toyota and BMW?

From my point of view, Subaru’s strength is their distinct focus on a particular niche segment and the specific wants and needs of the customers in this segment. Obviously, even in the very competitive automotive mass-markets, niche players are able to hit the bull’s eye – big is not always beautiful.

Der deutsche Maschinenbau wird in 2015 wieder wachsen. Das geht aus dem Branchen-bericht Maschinenbau der Commerzbank hervor, der am heutigen Donnerstag vorgestellt wurde. Die wichtigsten Ergebnisse dieser Studie hat u. a. die Wirtschaftswoche zusammengefasst.

china-maschineNeben den neuen Chancen, die sich etwa durch die Entwicklung hin zur „Industrie 4.0“ bieten, sieht die Studie zusätzliches Potenzial im Ausbau des sog. Midtech-Bereich. Zu diesem Ergebnis kam bereits Anfang des Jahres eine Untersuchung des VDMA. Aber, sind deutsche Firmen dafür „good enough“? Wie (und mit welchen Produkten) soll dieses Segment von den deutschen Unternehmen erschlossen werden, die bislang auf Hightech-Maschinen spezialisiert sind?

Maßgeblich für den Erfolg ist eine gelungene Positionierung der neuen Produktlinien. Denn es besteht durchaus die Gefahr, dass ein Teil der bisherigen Hightech-Kunden auch mit der “mittleren Technologie” leben kann. Meist lassen sich im Hightech-Segment höhere Margen erzielen. Wie viel Profit sind wir bereit, im Kampf um Marktanteile zu opfern? Und wie viel Profit benötigen wir, um (weiterhin) Technologieführer zu bleiben?

Und noch etwas kommt hinzu: Wer soll die neuen Produkte entwickeln? Kennen wir die Anforderungen der (neuen) Kunden in diesem Segment und in den neuen Märkten? Wer bisher an der “S-Klasse” gearbeitet hat, muss umdenken, wenn er zukünftig einen Skoda bauen soll.

 

Everyone’s a critic …

30. September 2014

Waldorf&Statler

… but style counts

On some level, we all want to believe we’re perfect. We tend to rate our work (and our looks) as better-than-average. Of course, it’s statistically impossible for everyone to be above average. Perhaps that’s what makes criticism so hard to take for most of us. And this is why it’s so important how criticism is delivered.

According to Erin Meyer, a professor of organizational behavior at INSEAD, there are huge cultural differences, how criticism is delivered around the world and what it means for the criticized:

Israel, Russia and the Netherlands give the toughest feedback, followed by Germany. More „indirect“ cultures can be found in Asia – Indonesia, Japan and Thailand, to name a few.

In this interview with Wall Street Journal, Meyer gives some insight into different cultures and  how they tend to express criticism to peers, subordinates or the boss.

When you are leading a global team (… you have to) understand how your own way of giving feedback is viewed in other cultures and make subtle adjustments to get the results you desire.“

 

Picture: © Getty images

Jetzt geht’s lohos!

12. Juni 2014

Heute Abend ist es endlich soweit: Um 17:00h (22:00h MESZ) wird das Eröffnungsspiel der Fußball WM zwischen Brasilien und Kroatien in Sao Paulo angepfiffen. Es folgen viereinhalb Wochen, in denen Sie nicht damit rechnen sollten, Ihre Ansprechpartner (egal wo) zu erreichen. Und wenn, dann sollten Sie unbedingt mitreden können – über Spielergebnisse, aber auch aktuellen Klatsch und Tratsch.

Die offizielle Version besorgen Sie sich am besten direkt beim Veranstalter der WM. Wer einen etwas anderen Blick auf das Event werfen möchte, wird sicherlich in den klassischen Medien fündig. Es gibt aber auch zahlreiche Initiativen, die sich etwas kritischer mit der WM auseinandersetzen. Zum Beispiel der blog Live aus der Favela oder „Give them a Yellow Card“ von Amnesty International.

wm 2014In der Tagespresse werden die Ereignisse sicherlich wieder (mehr oder weniger) seriös kommentiert. Mir persönlich gefällt die Süddeutsche mit Vor- und Hintergrundberichten, einem übersichtlichen Spielplan und Live-Ticker, sowie dem „Blog do Brasil“ für Spannendes abseits der Stadien.

Wer mitreden will, kommt natürlich auch an dem Blatt mit den großen Buchstaben nicht vorbei. Und das ZDF verspricht eine „innovative“ und „spektakuläre“ multimediale Aufbereitung des Events – übrigens auch für mobile Endgeräte. Wir sind gespannt!

Auf der Homepage des DFB gibt es u. a. das WM-Tagebuch von Paolo Rink. Wer’s vergessen hat: er war der erste gebürtige Brasilianer in der deutschen Nationalmannschaft. Mal sehen, was er aus seinem Heimatland zu berichten hat.

Und wer vielleicht doch noch zum Finale nach Rio will, der sollte hier vorbeischaun. Die deutschen Auslandsvertretungen haben eine schöne und informative Seite gebaut.

Was noch? Wann schneidert Adidas endlich auch für uns wieder ein Trikot, für das man sich nicht schämen muss? Ich bleibe auch dieses Mal wieder beim Trikot von 1974! Und vergesst nicht die Getränke kalt zu stellen!

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