Extra, extra!

11. April 2019

Das Preis-Image – Teil 4

paperboyDie Anpassung der tatsächlichen Preise als Maßnahme zur Bildung des gewünschten Images haben wir bereits erläutert. Aber gerade  Unternehmen, deren Produkte über viele Zusatzoptionen individuell konfiguriert werden können, haben auch andere Möglichkeiten, die Preisoptik deutlich zu beeinflussen: durch die Optimierung der Produktspezifikation.

Wir alle kennen das: freudig packen wir die neu erworbene Stirnlampe aus und stellen fest, das keine Batterien dabei sind. Bei Mobiltelefonen fehlt das Ladekabel und bei der Abholung des Mietwagens wird uns klar (gemacht), das der Wagen im Prinzip gar nicht versichert ist.

Ähnlich können Anbieter auch im B2B-Geschäft vorgehen. So weisen einige Hersteller von Landmaschinen Preise für Traktoren aus, die nur mit einer Überführungsbereifung ausgestattet sind. Die Maschine ist praktisch nur mit einer Bereifung einsetzbar, die mehrere Tausend Euro zusätzlich kostet. Der Listenpreis des Traktors wirkt allerdings erheblich attraktiver als Wettbewerbsangebote mit geeigneter Bereifung.

Ein weiteres Instrument zur Beeinflussung des Preis-Images ist der geschickte Einsatz von Ausstattungspaketen (sog. Bundling). Dadurch wird einerseits die Vergleichbarkeit mit den Wettbewerbsangeboten deutlich erschwert, andererseits können Produkte so scheinbar günstig dargestellt werden.

Welche weiteren Ansätze es gibt, die subjektive Wahrnehmung der Käufer zu beeinflussen, dazu bald mehr …

%d Bloggern gefällt das: