wutbuergerEs sind schon schwierige Zeiten, in denen wir leben. Jeden Tag hören wir von Katastrophen und Krisen. Klimakatastrophe, Wirtschaftskrise, Flüchtlingsproblematik, inter-nationale Spannungen… Da wird es manch einem Angst und bange. Hasstiraden in den sozialen Medien, unsägliche Kettenbriefe in WhatsApp und die allwöchentlichen Aufmärsche auf der Straße sehen viele als eine Möglichkeit, Dampf abzulassen. Ziel der Attacken sind immer „die Anderen„. Ich verstehe, dass sich viele Menschen Sorgen machen. Die Frage ist nur, wie soll man damit umgehen?

Die Ängste der Menschen sind immer real. „Hab keine Angst!“ ist nur sehr selten ein hilfreicher Ratschlag. Meine Überzeugung ist jedoch, dass die Ursachen für meine Sorgen und Ängste sehr oft in mir selbst zu suchen sind: die Angst vor Zurückweisung, Angst davor, dass andere mir den Arbeitsplatz wegnehmen, Angst davor, dass die Antwort auf meine Vorschläge ein „Nein“ sein könnte, hat viel damit zu tun, dass ich mir meiner Fähigkeiten nicht bewusst bin, dass ich von mir und meinen Ideen nicht überzeugt bin. Bevor wir also verzweifeln oder andere für unser Schicksal verantwortlich machen, sollten wir uns auf unsere Stärken besinnen. Was haben wir nicht schon alles erreicht? Was ist denn tatsächlich richtig schief gegangen? Ist es nicht doch meist so, wie der Kölner sagt: „Et hätt noch emmer joot jejange“?

Und was hat das alles mit Vertrieb, mit Kunden und Wettbewerbern zu tun? Ich meine, sehr viel! Angst vor Misserfolg haben vor allem die, die nicht von sich, Ihrem Produkt, Ihrer Leistung überzeugt sind. Angst davor, zu teuer zu sein, ist meist ein Zeichen für die fehlende Überzeugung, dass das Angebot seinen Preis auch wert ist. Solche Unternehmen und solche Verkäufer haben dann besonders „schwierige Kunden“ und „aggressive Wettbewerber“. Echte Überzeugungstäter haben „anspruchsvolle Kunden“, und der Wettbewerb ist Ansporn für besseren Service und für Innovationen.

Der Schlüssel zum Erfolg liegt also auch hier im eigenen Haus und in der Einstellung jedes Einzelnen. Es lohnt sich, daran zu arbeiten – an der eigenen „Attitude“ und an der Motivation der Mitarbeiter. Sicher, das ist viel leichter gesagt als getan. Aber ganz oft ist es – wie sagt man – „alternativlos“.

simplicityThe greatest brands make life simple.“ They deliver what consumers want, when they want it, without hassle. And, „by simplifying customer experience in a complex world, these brands win customer loyalty„, says Margaret Molloy, global CMO for strategic branding firm Siegel+Gale that publishes a Global Brand Simplicity Index every year, in her HBR-piece „Why Simple Brands Win„.

What seems to be true for consumer goods and services companies, I think is also valid for b2b firms. Customers value simplicity. Simple products are easy to handle, simple messages are easy to understand and to the point. And, provided that your solution (or your pitch) hits the mark, it is proven that you have fully understood where your customers shoe pinches him.

 

Der Patriarch hat ausgedient

15. November 2015

Deutsche Familienunternehmen, darunter viele „Hidden Champions“, expandieren weiter. Während früher ein Mitglied der Gründerfamilie still und unauffällig im Hintergrund die Strippen zog, bedarf es heutzutage (auch) eines ansprechenden Markenauftritts. Dies macht den „neuen Stil der Hidden Champions“, wie die Wirtschaftswoche vor wenigen Tagen titelte.

Mittelständler brauchen einen ansprechenden Markenauftritt.

So sagt Sabine Herold, Geschäftsführerin von DELO, Weltmarktführer bei Industrieklebstoffen: „Gerade weil unser Produkt auf den ersten Blick schwer verständlich ist, ist Vertrauen bei unseren Kunden enorm wichtig, und darum ist Markenbildung für uns sehr wichtig.“

Der Markenwert ist auch im Geschäft mit Unternehmen nicht zu unterschätzen, aber nach meiner Beobachtung ist diese Einsicht für Mittelständler eher ungewöhnlich. Selbstverständlich können viele Mittelständler nur beschränkte finanzielle und personelle Ressourcen auf die aktive Vermarktung ihres Angebotes verwenden. Umso wichtiger ist daher der klare Fokus auf für die Kunden wirklich relevante Kernaussagen.

Kunden wollen genau wissen, mit wem sie sich einlassen. Der Marktauftritt muss realistisch und nachvollziehbar sein. „Nachvollziehbar“ zu sein für den Kunden heißt, seine Anforderungen und seine „Schmerzpunkte“ zu kennen und seine Sprache zu sprechen. Dann kann Vertrauen in die Marke entstehen.

 

“Im Energiemarkt 2.0 werden wir mittels Big Data den Schritt zur Digitalisierung schaffen. Dabei setzen wir auf den Startup Gedanken um mit dem Internet der Dinge im Web 4.0 die Bedürfnisse der Digital Natives als Prosumer gerecht zu werden.” So oder so ähnlich liest sich Ihre Strategie oder Vision für die nächsten Jahre? Dann herzlich willkommen …

Quelle: Disco Vertrieb – Eine neue Generation von Buzz Words

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